Tipps zum Erstellen mobiler Web-Apps von den forecast.io Machern

Wetter-Apps — vermutlich gibt es Tausende davon!
Kaum eine machte allerdings bisher so von sich reden wie forecast.io.

Der Grund: es handelt sich dabei um eine waschechte mobile Web-App.
Vom Prinzip eine normale Webseite, die allerdings so programmiert ist, dass man sie auf einem Smartphone oder Tablet nicht nur im Browser nutzen, sondern auch wie eine echte App installieren kann — ohne Umweg über einen App-Store.

Auf dem dazugehörigen Blog teilen die Entwickler nun einige Lektionen, die sie während der Entwicklung lernen durften.

It’s not a web app. It’s an app you install from the web.

Dabei wird klar: auch in Zeiten von HTML5 gibt es noch einige Unwegbarkeiten zu meistern, wenn man eine bestmögliche Nutzererfahrung auf einer größtmöglichen Anzahl von Endgeräten bieten möchte.

Dass es sich gelohnt hat, zeigt ein einfacher Blick auf forecast.io — egal ob vom Desktop, dem Tablet oder dem Smartphone.

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Coworking in Fulda – die Office Factory

Seit einigen Monaten findet nun schon das Fuldaer Webdevelopment Treffen in den Räumen der Office Factory statt – meines Wissens der erste und einzige Coworking Space in
Fulda und Umgebung.

Bereits ab 15€ pro Tag bekommt man dort einen warmen Platz für sein Notebook in angenehmer Atmosphäre inkl. Chillout-Ecke und Küche (irgendwo muss der Kaffee ja her kommen!). Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit ein Mietbüro zu buchen oder die Tagungsräume zu nutzen. Alles sehr flexibel und ohne lange Vorlaufzeiten.

Hier ein kleiner Rundgang:

Vielen Dank an Gerhard – dem Betreiber der Office Factory – der an jedem ersten Mittwoch im Monat ein großartiger Gastgeber für Fuldas Webentwickler ist.

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Content Management ohne Datenbank

Die Flatfile Systeme Kirby und Statamic im Vergleich

Warum benötigt man für ein CMS eigentlich unbedingt eine Datenbank? Dass es auch anders geht zeigen zahlreiche CMS Alternativen, die auf reinen Klartextdateien basieren (sog. "flat files").

Die Vorteile:

  • reduzierte Komplexität
  • Geschwindigkeit — Dateizugriffe sind wesentlich flotter als Datenbankzugriffe
  • kinderleichte Datensicherung

Kirby vs. Statamic

Mark Boulton erwähnte auf Twitter, wie begeistert er von Statamic ist, eben ein solches Flatfile-CMS. Mein Interesse war geweckt und ich fragte Mal in die Runde ob schon jemand Erfahrungen damit gemacht hatte. Statt Erfahrungsberichten bekam ich einen Hinweis auf Kirby – einem CMS aus deutschen Landen, programmiert von Bastian Allgeier.

Das hatte ich mir vor einigen Monaten schon Mal angeschaut und war zwar interessiert, aber nicht überzeugt. Das lag hauptsächlich daran, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch wunderbar mit Wordpress zufrieden war. Außerdem dachte ich, dass Kirby gar kein Web-Backend anbieten würde, um auch mal unterwegs schnell einen Text zu schreiben (Bastian war so nett und stellte das richtig).

Da ich in letzter Zeit mehr damit beschäftigt war, Wordpress am Laufen zu halten (Updates, Updates, Updates), als tatsächlich Inhalte zu produzieren, dachte ich es ist der perfekte Zeitpunkt für einen Showdown.

Zu Anfang war Statamic mein Favorit. Besonders das mit einem Responsive-Design ausgestattete Backend machte einen guten ersten Eindruck. Einige Dinge aber bereiteten mir Kopfschmerzen:

  • das vor geschweiften Klammern nur so strotzende und dadurch unübersichtliche Templatesystem
  • zu kompliziertes Einbinden von Bildern
  • das Backend ist doch mehr Schein als Sein — Übersichtlichkeit != Verständlichkeit

Ein Glücksfall, wie sich heraus stellen sollte. Denn dadurch beschäftigte ich mich noch ein Mal näher mit Kirby — und war begeistert.

Zwar muss man sich schon für Dinge die Finger mit PHP-Code schmutzig machen, die man bei vielen anderen CMSen geschenkt bekommt – dank sehr präzisen und leicht verständlichen Tutorials ist das aber kein Problem.

Im Gegenteil: man bekommt dadurch das Gefühl, wirklich zu verstehen, was im Hintergrund der Seite passiert. Das vermisste ich bei Wordpress doch gelegentlich.

Diese Seite hier läuft jetzt bereits seit einigen Monaten auf Kirby und ich bin sehr zufrieden. Die Geschwindigkeit ist hervorragend. Der Import der Wordpress-Artikel verlief annähernd reibungslos. Änderungen, sowohl am Inhalt als auch an der Seite, lassen sich schnell und unkompliziert vornehmen.

Unterm Strich kann ich also nur empfehlen einen Blick auf Kirby zu werfen. Für 30€ endlich wieder Spaß mit der eigenen Seite haben, ist ein fairer Deal.


Hier noch eine kleine Gegenüberstellung der beiden Systeme (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Kirby

Pro

  • sehr leicht verständliches Seitenaufbaukonzept mit Templates und Snippets
  • leicht verständliches Templatesystem (PHP Grundkenntnisse vorrausgesetzt)
  • vorgefertigte Snippets und Plugins für populäre Dienste wie Instagram, Twitter, Dribble, etc.
  • Exzellente Dokumentation und Beispiele
  • Try & Buy

    Kontra

  • für Standardfunktionen wie ein Blog oder ein RSS-Feed muss bereits eigener Code geschrieben werden (allerdings sehr gut erklärt)
  • Bilder einbinden könnte auch hier etwas selbsterklärender sein

Statamic

Pro:

  • Super-schneller Support via Twitter!
  • Typische Funktionen wie Blog, Feed usw. sind standardmäßig verfügbar
  • Das Web-Backend ist komplett Responsive und so auch gut auf mobilen Endgeräten nutzbar

    Kontra:

  • sehr gewöhnungsbedürftige Syntax des Templatesystems (selten so viele geschweifte Klammern gesehen!)
  • Dokumentation zwar witzig geschrieben aber teilweise unvollständig
  • Kauf ist Pflicht (Kreditkarte notwendig)
  • Bilder einbinden extrem kompliziert

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Die Schnauze voll von zu kleiner Schrift

Schöner kurzer Rant von Brent Jackson über zu kleine Schriftgrößen auf Webseiten:

Sometimes I’m on my computer, and Reader doesn’t work on your web app. I hit CMD + two or three times so that my dyslexic brain can make sense of the musty 14px Helvetica your servers regurgitated all over my screen. Then the layout falls apart. Words start smashing together. Ads bleed into my emails. And I find myself scrolling up, down, left, right, left, right – what in the hell is this? The Konami code? I don’t need 30 extra lives. I want to read your content.

I’m Sick of Your Tiny, Tiny Type

Wer nun beschämt zu Boden blickt, sollte einen Blick auf meine Präsentation »Fünf Gute Vorsätze für Bessere Lesbarkeit« werfen.
Inhalte im Web gut lesbar darzustellen ist nämlich keine Hexerei…

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JavaScript – eine Geschichte voller Missverständnisse

Aus einem Interview mit Douglas Crockford geführt von Tom Wießeckel:

Wießeckel: So why is that misunderstood?
Crockford: A lot of it is because of its strange history. You know, the fact that it is called JavaScript. It has nothing to do with Java. It is almost like it was intentional that the name was created to confuse people.

Dieses sehr lesenswerte Interview habe ich über JavaScript Weekly entdeckt. Einer der wenigen abonnierenswerten Newsletter.

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